Kraken-CEO glaubt, dass Bitcoin vom schwachen Dollar profitiert

Der Anstieg des Bitcoin-Preises hat viele nach einem Grund suchen lassen, besonders da die institutionelle Nachfrage als der größte Treiber der aktuellen Rallye angesehen wird. Jesse Powell, der Chef der Krypto-Börse Kraken, führt die Kette der Ereignisse auf den schwächelnden Dollar zurück.

Stimulusdruck hat uns hierher gebracht

In einem kürzlichen Interview mit Bloomberg erklärte Powell, dass viele eine signifikante Änderung der Perspektive mit dem Dollar erlebt haben. Während der Greenback jahrelang als globaler Reservewert diente, bedrohte die Koronavirus-Pandemie seine Position.

Wie die meisten Volkswirtschaften musste auch Washington erhebliche Anstrengungen unternehmen, um den vom Coronavirus betroffenen Bürgern und Unternehmen einen Landeplatz zu bieten. Beschleunigte Konjunkturpakete und vermehrtes Gelddrucken trieben schließlich den Kurs des Dollars nach unten. In Kombination mit dem Verfall des Ölpreises und den Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeitsplätze hat die amerikanische Wirtschaft einen erheblichen Schlag erlitten.

Wie es sich gehört, suchten die Investoren nach einem sicheren Hafen, um den Sturm des Coronavirus abzuwarten. Offensichtlich wählten sie Bitcoin.

Powell erklärte weiter, dass das Halten des Dollars im Jahr 2020 immer riskanter wurde, verglichen mit Vermögenswerten wie Bitcoin. Dank des endlichen Angebots der führenden Kryptowährung und der deflationären Geldpolitik behielt sie ihre Stabilität. Schließlich strömten institutionelle Investoren in den Markt und trieben den Preis durch die Decke.

Der Börsenchef fügte hinzu, dass Investoren Bitcoin und Tech-Aktien als bessere Alternativen zum Halten von Bargeld gesehen hätten. Er sagte unter anderem:

„Historisch gesehen ist Bitcoin unkorreliert mit dem Rest des Aktienmarktes gewesen. Ich denke, was wir jetzt sehen, ist einfach, dass beide Finanzanlagen in Flammen stehen und auf das Gelddrucken reagieren, das gerade passiert.“

Besser zurückbauen

Die Dinge könnten noch viel schlimmer werden, da die Vereinigten Staaten anscheinend mit einer zweiten Welle des Coronavirus zu tun haben.

Die kommende Biden-Administration hat auch einige wirtschaftspolitische Erklärungen abgegeben, von denen Bitcoin profitieren könnte. Während seine Amtseinführung näher rückt, hat der gewählte Präsident seinen „Build Back Better“-Wirtschaftsplan enthüllt, der $7,3 Billionen an Investitionen und Konjunkturausgaben beinhaltet.

Berichten zufolge plant die Regierung, dies für Initiativen wie Wohnungsbau, Bildung, saubere Energiejobs, Gesundheitswesen und wirtschaftliche Fairness auszugeben. Allerdings könnte dies den Schuldenberg, den die Vereinigten Staaten in diesem Jahr bereits angehäuft haben, noch erhöhen.

Der Milliardär und Investor Jim Rogers hat auch die designierte Finanzministerin des Präsidenten, Janet Yellen, kritisiert.

Auf einem Investmentgipfel erklärte Rogers, der Mitbegründer des Quantum Fund von George Soros, dass Yellen einen Hang zum Gelddrucken und Geldausgeben gezeigt habe.

Mit der wirtschaftlichen Erholung an der Spitze des „Build Back Better“ und einem angeblich vorsichtigen Finanzministerium, könnte die Biden-Administration die Staatsverschuldung komplett aufblähen. Das wird dem Bitcoin noch mehr zugute kommen und ihn möglicherweise weit über die $30.000-Marke bringen.